Tier-Akupuntur

Tier-Akupunktur

 

Traditionelle chinesiche Medizin (TCM)

Die traditionelle chinesische Medizin (und bei uns vor allem die Tier-Akupunktur) ist eine jahrtausendealte Behandlungsmethode. Ihre Grundlage ist eine Tradition mit langer Geschichte. Die Bezeichnung als Alternativmedizin wird ihr aus diesem Grunde nicht gerecht. Unsere junge westliche Medizin ist da schon eher als Alternativmedizin zu betrachten.

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) beruht im Wesentlichen auf vier Säulen: Diäthetik, Phytotherapie, Qigong und (Tier-)Akupunktur. Dabei spielt die Tier-Akupunktur ursprünglich eine untergeordnete Rolle. Die anderen Säulen vermeiden Erkrankungen und deren Behandlung bereits. Diese Säulen haben auch bei uns im Westen Verbreitung gefunden. Sie werden allerdings selten zusammen angewendet. Vielmehr werden sie als einzelne Therapieformen genutzt.

Alle Säulen beruhen auf dem selben Grundkonzept: Yin und Yang, die sich ständig im Wandel befinden. Dabei verstehen sich Yin und Yang nicht als Gegensätze. Sie sind zwei Aspekte derselben Sache! Alle Erscheinungen des Lebens und alle Naturphänomene lassen sich mit diesem System erklären.

Westliche Anatomie - Chinesische Physiologie

Die chinesische Medizin ist im Vergleich zur westlichen „anatomischen“ Medizin eine „physiologische“ Medizin. Sie fragt nicht was „kaputt“ ist, sondern sucht einen Weg die Bewegungen zu harmonisieren. Das Qi muss jeden Teil des Körpers erreichen. Es sucht sich einen Weg, eine Bahn, durch den Körper. Diese Qi-Bahnen müssen zwei wichtige Kriterien erfüllen: sie müssen den Körper vernetzen (Luo) und nach bestimmten Regeln arbeiten (Jing). Die Jing-Luo sind also die Meridiane, mit deren Hilfe das Qi den ganzen Körper erreichen kann. Kommt es zu einer ungleichen Verteilung entstehen Krankheitssymptome. Gleiches gilt auch für andere Substanzen wie zum Beispiel Xue (Blut).

Die Jing-Luo treten an bestimmten Stellen an die Körperoberfläche. Dies sind die Akupunkturpunkte. Mit ihrer Hilfe wird der ordnungsgemäße Fluss der Substanzen reguliert.

Die Funktionen des Körpers können aus chinesischer Sicht nur am lebenden Objekt betrachtet werden. Mit dem Tod endet die Bewegung und Yin und Yang trennen sich. So spielt in der traditionellen chinesischen Medizin die Anatomie eine untergeordnete Rolle. Der Körper und seine Funktionen stellen eine Art „Black-Box“ dar. Die Beobachtungen dieser Funktionen führten zu der Erkenntnis, was Leben möglich macht. Zwischen dem Körper und seiner Umwelt besteht ein Austausch von Energie und Materie. Es geht „Etwas“ in die Black-Box hinein und „etwas Anderes“ verlässt ihn wieder. Qi ist überall vorhanden aber es ist uns nicht direkt zugänglich. Es muss also ein System in der Black-Box geben, welches das körperfremde Qi in körpereigenes Qi umwandelt. Hieraus entwickelte sich das Organsystem der Zang Fu und deren Funktionen.

Störungen der Zang Fu oder des Flusses der Substanzen können zum Beispiel mit Hilfe von Kräuter- und/oder Akupunkturanwendungen reguliert werden.

Meine traditionelle chinesische Medizin

Hierzulande gewannen vor allem Akupunktur und chinesische Phytotherapie in den letzten Jahren deutlich an Beliebtheit. Durch die Sichtweise hierzulande steht sie allerdings auch häufig unter westlichem Einfluss. Das bedeutet zum Beispiel, dass westliche Diagnosen herangezogen werden und anhand dieser symptomatisch Nadeln gesteckt werden. Sehr häufig auch erfolgreich, allerdings hat dies mit den klassischen Texten der chinesischen Medizin nicht mehr viel Gemeinsames. Die Wirkung ist oft oberflächlich und nicht im Sinne einer ganzheitlichen Behandlung.

Dr. Guray macht in seinen Ausbildungen und Seminaren die Denk- und Auslegungsweisen der Texte aus den alten Zeiten verständlich. Dabei geht es um ein anderes Verständnis für das Universum und seiner Vorgänge darin. Es steckt für mich so viel Wahres in den alten Weisheiten, dass ich diesem Konzept gerne folge. Eine Medizin die versucht so nahe wie möglich an den klassischen Texten und der alten chinesischen Auslegungsweise dieser zu bleiben und langanhaltende, tiefgreifende Verbesserung zu erzielen.

Hierbei kommt es vor allem darauf an, welche Symptome der Patient zeigt und welche weiteren Hinweise durch die Untersuchung gewonnen werden. Es ergibt sich ein Muster. Mithilfe der Tier-Akupunktur und meinen anderen Therapiemöglichkeiten finde ich für dieses Muster eine Lösung.

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