Blutegeltherapie

 

Der Therapeut aus der Urzeit

Blutegel existieren dank ihrer Anpassungsfähigkeit seit 450 Millionen Jahren. Dabei haben sie vermutlich recht früh damit angefangen ihrem Wirt zu nutzen, indem sie über ihren Speichel (Saliva) unterschiedliche Stoffe abgeben. Kaum verwunderlich also, dass die Blutegeltherapie zu den ältesten Therapien zählt.

Die Indikationen für die Anwendung von Blutegeln in der Tierheilpraxis sind vielfältig. Einige Beispiele:

Hunde

Arthrose, Blutohr, Dackellähme, Hüftgelenksdysplasie, Nervenentzündung, Spondylose

Katzen

Abzesse, Ischialgien, Ödeme, schlechte Wundheilung, Ekzeme

Pferd

Gelenksgallen, Hautveränderungen, Hufrehe, Hufrollenentzündung, Mauke, Kreuzverschlag

Wünschen Sie eine Blutegeltherapie, teilen Sie mir dies bitte bei Erstkontakt mit. Für die Organisation und Hälterung der Egel benötige ich eine etwas längere Vorbereitungszeit. Die Egel müssen in ausreichender Anzahl bestellt werden. Sie brauchen ein paar Tage nach dem Transport Zeit sich zu erholen, bevor sie am Patienten angesetzt werden können. Eventuell kann eine Vorbesichtigung nötig sein, um die benötigte Egelzahl und die Zahl der nötigen Behandlungen abschätzen zu können.

Sie als Patientenbesitzer müssen auch einige Vorbereitungen treffen. Bestimmte Wirkstoffe dürfen vor der Blutegelbehandlung an Ihrem Tier nicht angewendet werden, sonst beißen die Blutegel nicht. Zu bedenken ist, dass durch den Speichel Substanzen in den Körper eingebracht werden, die eine Nachblutungszeit bis zu 36 Stunden nach der Behandlung verursachen können. Die Nachblutung sieht erst einmal beängstigend aus, macht aber zum Teil den therapeutischen Nutzen aus! Die Bissstelle darf locker mit Verbandsmaterial abgedeckt werden, solange die Blutung damit nicht gestoppt wird.

Gerne bespreche ich Fragen und die Vorgehensweise mit Ihnen! Kontakt